Am Anfang war das Gedicht ...

Meine ersten Gehversuche auf dem Parkett der schreibenden Zunft habe ich, wie viele andere wahrscheinlich auch, in der Schule unternommen. Wenn der Unterricht mal wieder langweilig war, reimte ich meine ersten holprigen Vierzeiler. Zu Geburtstagen oder sonstigen Festtagen beglückte ich dann meine Mitmenschen mit meinen schriftstellerischen Ergüssen.
Das hörte sich dann z.B. so an:

Ein Wecker hat die rüpelhafte Art
       uns wachzurütteln, doch nicht zart.      

Verzichten könnten wir sehr wohl auf ihn,
doch täglich wir ihn neu aufziehn.

Man merkt schon, dass dieses Gedicht uralt sein muss, denn wer hat heutzutage noch einen aufziehbaren Wecker zu Hause rumstehen? Moderner ist da doch der Kugelschreiber, auch ihm habe ich in grauer Vorzeit einen Vierzeiler gewidmet:                                                                 

Viele nennen einen Kugelschreiber
zwar ihr eigen, aber leider
ist oft die Mine leer geschrieben,
so dass vom Nutzen nichts geblieben.

Gedichte waren und sind zu allen Zeiten geeignet, die Menschen zum Lachen oder zumindest zum Schmunzeln zu bringen. Das ist auch der Grund, weshalb ich auch heute hin und wieder einen "Reimanfall" bekomme und munter drauflos dichte. In meinen Anfangszeiten habe ich mir auch noch die Mühe gemacht, die Gedichte an die Redaktion meiner Heimatzeitung zu schicken. Da wurde der eine oder andere Vers auch abgedruckt. Ein Honorar habe ich allerdings nie dafür bekommen. Das lag, wie ich zu meinem Vorteil annehme, hoffentlich nicht an der möglicherweise falschen Rechtschreibung. Seit den endlosen Diskussionen über die neue, die alte oder doch wieder die geänderte alte Version habe ich leider völlig den Überblick verloren. Aber ich sage mir, letzten Ende ist es egal, ob die Wörter zusammen oder auseinander zu schreiben sind, Hauptsache, sie lassen Bilder im Kopf entstehen. Das war aber nicht der Grund, weshalb ich mich entschlossen habe, Prosa zu schreiben. Ich war schon als Jugendlicher ein glühender Verehrer von Ephraim Kishon. Seine Sicht der Dinge, sein ausgeprägter Familiensinn (Wer erinnert sich nicht an die "beste Ehefrau von allen") und sein gnadenloses Talent, scheinbar langweilige Sachverhalte auf seine einmalige Art zu beschreiben und darzustellen, haben mich ermuntert, ebenfalls diese heiteren Kurzgeschichten zu verfassen.           

Und bereits meine allererste Geschichte wurde in der Romanwoche gedruckt. Ich war natürlich stolz wie Oskar und vor allen Dingen hochmotiviert. So schrieb ich mir Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre beinahe die Finger wund und ich konnte, zu meiner eigenen Überraschung viele meiner Manuskripte in diversen Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland, Österreich und sogar der Schweiz platzieren. Beruflich bedingt mußte ich Mitte der neunziger Jahre schriftstellerisch kürzer treten. Das Schreiben trat für einige Jahre völlig in den Hintergrund. Aber wer einmal begonnen hat, sich Geschichten auszudenken, Figuren und Charaktere zu ersinnen, der kann nicht mehr damit aufhören.  Also fing ich wieder an zu schreiben, musste aber die schmerzliche Erfahrung machen, dass alte Kontakte wertlos geworden, frühere Quellen versiegt waren. Veröffentlichungen blieben ab diesem Zeitpunkt Mangelware. Ich entschloss mich daher, einen Belletristikkurs bei der "Schule des Schreibens" zu belegen. Eine Erfahrung, die ich bis heute nicht bereut habe. Damals, Ende der neunziger Jahre habe ich begonnen, Krimis und Lovestorys zu schreiben. Diesen Genres bin ich bis heute treu geblieben, so dass es fast kein Feld mehr gibt, das ich noch nicht "beackert" habe.

Trotz der zum Teil beruflich bedingten Pausen wurden im Laufe der Jahre um die 200 Geschichten veröffentlicht. Auf diesen Seiten möchte ich den interessierten Leser an meinem Hobby teilhaben lassen. Ich habe sie deshalb mit Geschichten aus meiner Feder oder besser gesagt aus meinem PC gefüllt. Natürlich sind hier nicht alle 200 Abdrucke zu finden, das würde selbst den Rahmen einer Homepage sprengen, trotzdem hoffe ich, den Unterhaltungswert des worldwide web mit meinen Storys ein wenig zu steigern. Ich bedanke mich jedenfalls für das Interesse und freue mich auf Rückmeldungen jedweder Art.

Und wer jetzt endlich etwas "Handfestes" lesen möchte, klickt direkt auf "Lesestoff". Hier geht's wieder zurück zu "Home".

 

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