Dienstag, 12.12.2023 (Wien)

Dem Tagesprogramm konnten wir entnehmen, dass sich an der voraussichtlichen Ankunftszeit in Wien nichts geändert hatte. Wir würden erst gegen Mittag dort ankommen, hatten also endlich genügend Zeit, um auch die Annehmlichkeiten des Schiffes genießen zu können. Gegen neun Uhr trafen wir uns mit unseren Freunden im Restaurant "Vision" zum Frühstück. Dort herrschte reges Treiben, vermutlich nutzten viele Passagiere die Gelegenheit auszuschlafen. Ich hatte nicht besonders gut geschlafen. Das lag zum einen an der harten Matratze und am schmalen Bett. Mit beidem würde ich auch in den Folgenächten kämpfen, aber nachdem die Reise mit vier Übernachtungen ja doch überschaubar war, versuchte ich das zu ignorieren, was mir auch ganz gut gelang.

Die Fenstertische waren an diesem Vormittag alle belegt, so suchten wir uns ein Plätzchen in der Mitte des Restaurants, einen runden Tisch, der nicht weit vom Büffet entfernt war. Der Kaffee wurde von den fleißigen Servicekräften an den Tisch gebracht. Den Rest besorgten wir uns selbst. Es gab u.a. Rühreier und auch Lachs, so dass ich mich bereits an dieser Stelle bestens versorgt fühlte. Das Büffet bot all das, was man von einem Schiff dieser Klassifizierung erwarten darf. Wir hatten keinen Grund zu meckern und daher nutzten wir auch die Zeit bis 10.00 Uhr für ein ausgiebiges Frühstück und natürlich stimmten wir uns dabei auch auf den heutigen Tag in Wien ein.

Kurz bevor wir Wien erreichten, musste die NickoVision eine weitere Schleuese (Greifenstein) durchfahren. Neben uns war, wie fast bei jeder Schleusung, die Maxima, ebenfalls von NickoCruises, die auf derselben Route unterwegs war.

Gegen 11.30 Uhr erreichten wir die ersten Ausläufer von Wien. Die Donau war hier sehr ruhig und die Vision glitt lautlos dahin und wir sichteten sogar ein paar blaue Stellen am Himmel. Das nahmen wir als guten Omen. Es ging vorbei an Nußdorf. Diese Anlegestelle kannten wir von unserer Reise mit der Primadonna im Jahr 2013. Wir näherten uns dem Handelskai mit seinen unglaublich vielen Anlegeplätzen und schließlich hatte der Kapitän "eingeparkt".

Pünktlich zum Mittagessen hatten wir die österreichische Landeshauptstadt erreicht. Bevor unser Ausflug startete, stärkten wir uns ein wenig im Restaurant. Auch das Auge kam dabei auf seine Kosten, denn nicht nur die Kulinarik passte, auch das, was links und rechts am Ufer zu sehen war, erfreute uns.

Pünktlich um 14.00 Uhr gingen wir zu unserem komfortablen Bus, der schon für uns bereitstand. Ausgerüstet waren wir mit dem praktischen Audiosystem, mit dem wir problemlos den Ausführungen des Reiseleiters folgen konnten und natürlich dem Ticket. Alle Ausflugstickets wurden uns am Vorabend bereits ausgehändigt. Wir hatten uns für den Ausflug "Stadtrundfahrt/-gang" entschieden und hatten vor, die Gruppe am Christkindlmarkt zu verlassen und auf eigene Faust noch etwas herumzuschlendern, weil uns die Zeit hierfür etwas knapp bemessen schien. Insgesamt waren für diesen Ausflug dreieinhalb Stunden vorgesehen. Kurz vor Verlassen der Vision ging ich noch schnell aufs Sonnendeck, um mir einen schnellen Überblick zu verschaffen. Dabei konnte ich noch ein Foto dieser vier "Kussmundschönheiten" machen.

Unser Reiseleiter Thomas war noch ein junger Mann, der uns kenntnisreich und launig über die Donaumetropole informierte. Das erste, was wir zu sehen bekamen, waren aber endlose Staus auf der Ringstraße. Hier unterscheidet sich Wien in keiner Weise von anderen Metropolen. Immerhin konnte man so den einen oder anderen Blick auf Prachtbauten werfen, die man sonst nur aus dem Reiseführer kennt, wie z.B. das Parlament oder die Staatsoper. Immerhin konnte ich ein schönes Foto von einem der bekanntesten Wahrzeichen Wiens machen, dem Riesenrad.

Auf Höhe des Cafe Mozart stiegen wir dann aus und Thomas ging mit uns zu Fuß weiter. Wir sahen viele berühmte Bauten wie die Hofburg, das Burgtheater, die Kapuzinergruft, natürlich das Hotel Sacher mit dem fast noch berühmteren Cafe, vor dem eine ansehnliche Schlange stand und auf freie Tische wartete. Fast schien es als würde Wien überquellen, derart viele Leute waren auf den Straßen unterwegs. Aber hier leben nicht nur annähernd zwei Millionen Menschen, es kommen auch noch jede Menge Touristen aus der ganzen Welt, um die Stadt in ihrer vorweihnachtlichen Pracht zu bestaunen. Einen längeren Stopp legten wir am Stephansdom ein, den man zwar kostenlos betreten darf, vor dem sich aber genau deshalb auch eine ansehnliche Schlange gebildet hatte. Wir schlenderten, soweit das möglich war, im weiteren Verlauf vorbei an teuren und superteuren Edelboutiquen, die Menschentrauben wurden hier dichter und bewunderten die Weihnachtsbeleuchtung. Einen intensiveren Eindruck bietet die folgende Fotogalerie!

Thomas hatte uns nun mehr als eineinhalb Stunden die schönsten Seiten von Wien gezeigt. Wir waren nun am Christkindlmarkt am Rathaus angekommen. Was für eine tolle Kulisse und war für eine Vielfalt.

Weil NickoCruises nach unserem Geschmack nur eine vergleichsweise kurze Verweildauer von etwa 45 Minuten vorgesehen hatten, meldeten wir uns beim Reiseleiter ab und beschlossen, zu gegebener Zeit auf eigene Faust mit dem Taxi zum Schiff zurückzukehren. Und was gab es da nicht alles zu sehen: ein nostalgisches Kinderkarussell, ein Riesenrad, eine Eislaufbahn, den berühmten beleuchteten "Herzerlbaum", Verkaufsstände mit Krippenfiguren, Weihnachtskugeln und und und. Dazu natürlich jede Menge Glühweinstände und Fressbuden. Mit einem Wort: herrlich! Da wir schon einige Kilometer zu Fuß zurückgelegt hatten, meldete sich auch unser Magen. Bei der abwechslungsreichen Budenlandschaft hat man auch beim Essen die Qual der Wahl. Wir entschieden uns für eine herzhafte Leberkässemmel und bereuten unsere Wahl nicht. Auch den obligatorischen Glühwein tranken wir gemütlich, bevor wir unseren Rundgang auf dem Christkindlmarkt fortsetzten. Gegen 18.00 Uhr verabschiedeten wir uns vom vorweihnachtlichen Spektakel, das uns allen großen Spaß gemacht hat. Das folgende Fotoalbum zeigt einen Einblick in das, was die Besucher dort erwartet:

Vollgestopft mit einer Vielzahl von Eindrücken verließen wir schließlich den Christkindlmarkt am Haupteingang. Wir überquerten die Straße zum Burgtheater und sahen schon jede Menge Taxen, die auf Gäste warteten. Wir fragten uns durch einige durch und stiegen dann bei einem vertrauenerweckenden Fahrer ein, der zu unserer Freude auch noch selbst am Handelskai wohnte, den Weg also kannte. Leider herrschte gerade Rush Hour und wir kamen nur im Schneckentempo voran. Nach einer knappen halben Stunde waren wir aber am Handelskai angekommen. Die Fahrt kostete 28,00 Euro, bei vier Personen ein überschaubarer Betrag. Leider hatten wir uns die Nummer der Anlegestelle nicht gemerkt, so dass wir noch etwa zehn Minuten zu Fuß gehen mussten. Die beeindruckende Franziskuskirche, die schon beleuchtet war, diente dabei als willkommener Wegweiser. Wir gingen an vielen Kreuzfahrtschiffen vorbei, aber schließlich erreichten wir die NickoVision noch so zeitig, dass wir auch das Abendessen, das ab 18.00 Uhr serviert wurde, genießen konnten.

Um 18.45 Uhr nahmen wir einigermaßen erschöpft und entsprechend hungrig an einem Tisch im Restaurant Platz. Die Menükarte offerierte dabei genau das, was wir uns für Wien gewünscht hatten, natürlich ein Wiener Schnitzel. Bei dem guten Essen ließen wir die Erlebnisse des Tages noch einmal Revue passieren.

Den Abend ließen wir dann wieder im Panoramasalon ausklingen, wo wir uns auf den morgigen Tag einstimmten. Geplant war ein Anlegen in Krems in der schönen Wachau, aber das Hochwasser machte Probleme und so kam es anders als ursprünglich geplant. Lesen Sie auf der folgenden Seite wie es weiterging mit unserer Adventskreuzfahrt. Aber, so viel kann ich an dieser Stelle schon verraten, alle Ausflüge konnten wie geplant durchgeführt werden.

Kreuzfahrten Weißenkirchen Passau

 


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